
Offener Museumstag 2026 lockt zahlreiche Gäste in die Region
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher haben den Offenen Museumstag 2026 genutzt, um die vielfältige Museumslandschaft der Region kennenzulernen. Die beteiligten Museen, Heimatvereine und Kulturorte ziehen eine positive Bilanz: Sie berichten von großem Interesse, regem Austausch und besonderen Begegnungen.
Mehrere Hundert Gäste besuchten die verschiedenen Standorte. Viele von ihnen machten an mehreren Einrichtungen Station und nutzten den Aktionstag, um die kulturelle Vielfalt der Region zu entdecken.
Großer Andrang an den Kulturorten
Elke und Klaus Sondermann betreiben in einer ehemaligen Scheune in Schermbeck ein Privatmuseum. Die Ausstellung führt von einer historischen Küche über einen Kaufmannsladen bis zu einem Schlafzimmer und nimmt die Gäste mit auf eine Zeitreise durch die Region. „Alle waren begeistert und es war auch für uns ein erfolgreicher Tag“, berichten die beiden Gastgeber.
Auch am neuen „Liberation Tower“ in Hamminkeln war der Andrang groß. Betreiber Olaf Prinz schätzt, dass im Tagesverlauf rund 200 bis 300 Menschen besuchten. Zusätzliche Aufmerksamkeit brachte die umfangreiche Berichterstattung in der Presse. „Es war eine SUPER Sache“, fasst Prinz den Tag kurz und bündig zusammen.
Regionale Akzente und besondere Begegnungen
Für einen regionalen Akzent sorgten frisch geerntete Äpfel von lokalen Obstanbietern, die bei den teilnehmenden Museen und Kulturorten als Giveaway auslagen und gut bei den Gästen ankamen. Eine unerwartete Begegnung gab es im Heimatmuseum Schermbeck: „Zur Freude der anwesenden Kinder erkundete ein Eichhörnchen kurz die Ausstellung, bevor es den Weg ins Freie wieder selbstständig fand“, berichtet Ingrid Brinkmann von der Gemeinde Schermbeck über den tierischen Besuch.
Rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich am Vormittag gemeinsam mit dem Heimatverein Voerde auf eine etwa 20 Kilometer lange Radtour, um den prägenden Einfluss des Rheins auf die Entwicklung der heutigen Stadt Voerde kennenzulernen. An insgesamt neun Haltepunkten erfuhren die Radbegeisterten Wissenswertes über die Geschichte der Region und die Bedeutung des Rheins für die Stadt und ihre Ortsteile.
Auf positive Resonanz stieß zudem das begleitende Apfel-Rezeptbuch. Die Sammlung regionaler Rezepte greift den Gemeinschaftsgedanken des Museumstags und die typischen Streuobstwiesen der Region auf. Verschiedene Akteurinnen und Akteure haben dafür ihre Lieblingsapfelrezepte herausgesucht und gesammelt.
Vom LEADER-Projekt zum festen Kulturtermin
Was als einmaliges LEADER-Projekt begann, fand 2026 bereits zum 6. Mal statt und hat sich als fester Termin im regionalen Kulturkalender etabliert. Auch über den Aktionstag hinaus ist ein Netzwerk entstanden: Seit der ersten Ausgabe treffen sich Kulturschaffende sowie Museumsakteurinnen und -akteure regelmäßig an einem Runden Tisch, tauschen Erfahrungen aus und entwickeln gemeinsame Ideen. „Der Offene Museumstag öffnet nicht nur die Türen zu unseren Museen und Kulturorten, sondern bringt auch die Menschen zusammen, die das kulturelle Leben in der Region gestalten. Aus einem einmaligen Projekt ist ein lebendiges Netzwerk entstanden, das den Austausch stärkt und neue Kooperationen ermöglicht. Unser Dank gilt allen, die den Offenen Museumstag in diesem Jahr möglich gemacht haben. Wir freuen uns schon auf die nächste Ausgabe“, sagt Carolyn Mrotzek, Regionalmanagerin der LEADER-Region. Die Niederrheinische Sparkasse RheinLippe unterstützt das Projekt. Der nächste Offene Museumstag ist für den 26. September 2027 geplant.
