Förderinformationen

Das Regionalmanagement beantwortet Fragen rund um das LEADER-Förderprogramm und unterstützt bei der Antragsstellung. Im Folgenden geben wir einen ersten Einblick über die Rahmenbedingungen der Förderung.

Weiterführende Informationen zu den Fördervoraussetzungen sowie Auswahlkriterien werden in der Lokalen Entwicklungsstrategie der Region (Kapitel H 2.1) gegeben: Download.

Einzelheiten zu den Förderbedingungen sind der "LEADER-Richtlinie" des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen zu entnehmen.

 

Einordnung in die Lokale Entwicklungsstrategie

Projekte müssen zur Umsetzung der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) der Region Lippe-Issel-Niederrhein beitragen. Folgende Handlungsfelder und Ziele wurden in der LES festgelegt:

Handlungsfeld „Demografie, Soziales & Mobilität“
Entwicklungsziel 1: Die Region stärkt soziale Strukturen in allen Altersklassen (Kinder, Jugendliche, Familien, Senioren), so dass keiner zurück bleibt.
Entwicklungsziel 2: Die Region entwickelt neue bedarfsgerechte Mobilitätsformen und -angebote für verschiedene Bevölkerungsgruppen und setzt sie um.
Entwicklungsziel 3: Die Region gestaltet ein attraktives Lebens-, Wohn-und Arbeitsumfeld.

Handlungsfeld „Regionale Wirtschaft, Vermarktung & Tourismus“

Entwicklungsziel 4: Die Region stärkt die regionale Wirtschaft durch Erzeugung und Vermarktung von Produkten, Aufbau von Kreisläufen und Erhöhung des regionalen Identitätsbewusstseins.
Entwicklungsziel 5: Die Region baut einen naturnahen Tourismus aus und etabliert sich als Naherholungsraum für die Metropolregion Rhein-Ruhr.

Handlungsfeld „Energie, Klima, Kulturlandschaft & Ökologie“

Entwicklungsziel 6: Die Region bewahrt das ökologische Potenzial, setzt die niederrheinische Kulturlandschaft (Naturraum und Baukultur) nachhaltig in Wert und nutzt Potenziale zur Nutzung regenerativer Energien.

 

Projektauswahlverfahren

Projekte können über ein fortlaufendes Verfahren bis Ende 2020 beantragt und noch bis Ende 2022 umgesetzt werden. Jedes Projekt durchläuft ein Projektauswahlverfahren. Der Vorstand der LAG Lippe-Issel-Niederrhein ist das Entscheidungsgremium und fasst die Beschlüsse zu den Projekten.

Zum Projektauswahlverfahren gehören mehrere Arbeitsschritte. Zunächst werden Fördervoraussetzungen überprüft, die erfüllt sein müssen, damit ein Projekt am Auswahlverfahren teilnehmen kann. Dabei sind folgende Voraussetzungen zu überprüfen:

  •  Ist ein Projektträger vorhanden?
  •  Ist das Projekt in der Fördergebietskulisse angesiedelt bzw. entfaltet dort seine Wirkungen?
  • Kann das Projekt mindestens einem regionalen Entwicklungsziel zugeordnet werden (entspricht der Strategie)?
  • Kann eine schlüssige Projektbeschreibung mit zeitlicher und finanzieller Umsetzungsplanung vorgelegt werden?
  • Sind ggf. rechtliche Voraussetzungen geklärt (Planungsrecht, Grundstücksverfügungsrecht, Beschlüsse der Kommunen)?
  • Sind die Gesamtfinanzierung des Projektes und damit auch die Erbringung des Eigenanteils sichergestellt?
  • Kann das Projekt in die LEADER-Förderrichtlinie eingeordnet werden?

Im zweiten Schritt kommen Projektauswahlkriterien (Qualitätskriterien) zur Anwendung, um den Mehrwert des Projektes für die Region erkennen zu können. Durch die Anwendung einer Bewertungsmatrix wird für jedes Projekt ein Punktwert ermittelt. Erreicht das Projekt die Mindestpunktzahl von 18 Punkten, wird es für eine LEADER-Förderung gegenüber der Bewilligungsstelle empfohlen.

Projektantragssteller

Neben privaten und öffentlichen Institutionen wie z.B. Vereinen, Verbänden, Initiativen, Stiftungen, Unternehmen und Kommunen können auch Privatpersonen Projekte über das LEADER-Programm beantragen.

Förderanteil / Förderhöhe

Die Förderanteil für LEADER-Projekte beträgt einheitlich 65 %. Die maximale Förderhöhe ist auf 250.000 € pro Projekt begrenzt.

Fördervolumen

Der LEADER-Region Lippe-Issel-Niederrhein stehen etwa 2,1 Millionen € für die Förderungen von Projekten zwischen 2016 und 2022 zur Verfügung. Aktuell stehen noch etwa 1.370.000 € für die Förderung von Projekten zur Verfügung (Stand März 2019). Davon sind bereits etwa 1.250.000 € durch Projektbeschlüsse des LAG-Vorstandes gebunden.